Laptop Akku HP Pavilion dv6500

Dells robuster 14-Zöller fühlt sich in technikfeindlichen Umgebungen am wohlsten. Durch das extrem helle IPS-Display ist der Rechner für den Einsatz im Freien gerüstet. An Ausdauer mangelt es dank des 97-Wh-Akkus nicht.
Mit dem Dell Latitude 14 5414 liegt uns der baugleiche Nachfolger des bereits getesteten Latitude 14 5404 vor. Die Unterschiede finden sich im Inneren: Die 5414-Modelle sind mit Skylake-Prozessoren bestückt. Innerhalb der 5404-Reihe kommen Haswell-CPUs zum Einsatz. Sonderlich viele Konkurrenten finden sich nicht in unserer Datenbank. Hier seien das Bullman Dirtbook S12 Touch (12,1 Zoll) und das Bullman C-Klasse S i7 15FHD Dirtbook (15,6 Zoll) genannt.

Da das Latitude baugleich mit seinem Vorgänger ist, gehen wir nicht weiter auf das Gehäuse, die Ausstattung, die Eingabegeräte und die Lautsprecher ein. Entsprechende Informationen können dem Testbericht des Dell Latitude 14 5404 entnommen werden.
Wie bereits gesagt, sind das Latitude 14 5404 und das Latitude 14 5414 baugleich. Kleine Unterschiede finden sich bei der Ausstattung. So bringt unser aktuelles Testgerät einen Touch-Fingerabdruckleser mit. Zudem hat das 5414 drei Type-A-USB-3.0-Steckplätze (5404: 2 x USB 3.0, 1 x USB 2.0) zu bieten. Nicht zu vergessen: Mit dem 5414 liegt uns ein mit einem Touchscreen ausgestattetes Modell vor. Der Screen funktioniert einwandfrei und reagiert problemlos auf Eingaben. Hinter einer der Seitenklappen des Rechners verbirgt sich noch ein passiver Eingabestift, der die Bedienung des Touchscreens für Handschuhträger erleichtert.

Der Speicherkartenleser des Latitude gehört zu den schnellen Vertretern seiner Art. Beim Kopieren großer Datenblöcke wird eine maximale Transferrate von 155,7 MB/s erreicht. Die Übertragung von 250 jpg-Bilddateien (je rund 5 MB) wird mit einer Geschwindigkeit von 234 MB/s absolviert. Wir testen Speicherkartenleser mittels einer Referenzkarte (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II). Akku HP Pavilion dv6700 .

Ebenfalls rasant geht der verbaute WLAN-Chip der Firma Intel (8260) zu Werke. Die von uns unter optimalen Bedingungen (keine weiteren WLAN-Geräte in der näheren Umgebung, geringer Abstand zwischen Notebook und Server-PC) ermittelten Übertragungsgeschwindigkeiten fallen hervorragend aus. Neben den WLAN-Standards 802.11a/b/g/n unterstützt der Chip auch den schnellen ac-Standard.
Das matte Touchscreen-Display (14 Zoll) des Latitude arbeitet mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Helligkeit (1.066,7 cd/m²) und Kontrast (1.067:1) fallen hervorragend aus. Das HD-Display des Vorgängers wird deutlich übertrumpft. Auch unser aktuelles Testgerät ist alternativ mit einem HD-Panel zu haben.

Leider zeigt der hier verbaute Full-HD-Bildschirm bei Helligkeitsstufen von 90 Prozent und darunter PWM-Flimmern mit einer Frequenz von 198 Hz. Dies kann bei empfindlichen Personen zu Kopfschmerzen und/oder Augenproblemen führen. Zudem sind bei schwarzem Bildschirminhalt deutliche Lichthöfe zu sehen.
Die Farbdarstellung im Auslieferungszustand kann nicht überzeugen. Der Bildschirm zeigt eine DeltaE-2000-Farbabweichung von 10,04. Damit liegt der Zielbereich (DeltaE kleiner 3) weit entfernt. Darüber hinaus gefällt auch die Darstellung der Graustufen nicht. Ein Gelbstich ist zu sehen. Von einem Notebook dieser Preisklasse erwarten wir mehr. Eine Kalibrierung des Displays ist dringend nötig.
Dell stattet das Latitude mit einem blickwinkelstabilen IPS-Panel aus. Somit kann der Bildschirm aus jeder Position heraus abgelesen werden. Der Rechner kann dank des sehr hellen Displays problemlos im Freien genutzt werden.
Dell bietet mit dem Latitude 14 5414 ein robustes 14-Zoll-Notebook, das für den Einsatz in widrigen Umgebungen vorgesehen ist. Unser Testgerät ist zum Testzeitpunkt für etwa 2.600 Euro (Nettopreis) im Dell-Shop zu haben. Für die günstigste Ausstattungsvariante müssen 2.063 Euro (Nettopreis) hingeblättert werden.

Das Latitude wird von einem Intel Core i5-6300U (Skylake) Zweikernprozessor angetrieben. Hierbei handelt es sich um einen sparsamen ULV-Prozessor (TDP: 15 Watt) der Mittelklasse. Die CPU arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,4 GHz. Mittels Turbo ist eine Steigerung auf 2,9 GHz (beide Kerne) bzw. 3 GHz (nur ein Kern) möglich. Die volle Geschwindigkeit steht im Netz- und im Akkubetrieb zur Verfügung. Alles in allem liefert das Latitude mehr Rechenleistung als der Vorgänger. Das überrascht aber auch nicht. Im Vorgängermodell kommen Haswell-Prozessoren zum Einsatz.
Das System arbeitet rund und flüssig. Problemen sind wir nicht begegnet. Die Resultate in den PC Mark Benchmarks fallen sehr gut aus. Das Latitude schneidet deutlich besser ab als der Vorgänger. Hier machen sich der stärkere Prozessor, die dedizierte GPU und die Solid State Disk bemerkbar. Eine Steigerung der Systemleistung ist nur in geringem Maße möglich. Dazu müsste dem Notebook ein zweites Arbeitsspeichermodul spendiert werden.
Als Systemlaufwerk dient eine Solid State Disk aus dem Hause Lite On. Es handelt sich um ein Modell im M.2-Format (2280), das eine Gesamtkapazität von 128 GB besitzt. Gemessen am Kaufpreis des Latitude ist dies zu wenig. Hier hätten wir mindestens ein 256-GB- oder eher ein 512-GB-Modell erwartet. SSDs dieser Speicherkapazitäten sind aber optional verfügbar. Von den 128 GB der verbauten SSD sind etwa 80 GB nutzbar. Der restliche Speicherplatz wird von der Recovery Partition und der Windows Installation in Beschlag genommen. Ein Tausch der SSD gegen ein anderes Modell stellt kein Problem dar. Akku HP Pavilion dv9000 .

Das Latitude bringt neben der integrierten HD Graphics 520 GPU der Firma Intel auch einen dedizierten Radeon R7 M360 Grafikkern von AMD mit. Hier findet sich ein Unterschied zum Latitude 14 5404. Letzteres ist optional mit einem GeForce GT 720M Grafikkern zu bekommen. Dell wechselt also von Nvidia zu AMD. Der verbaute Radeon Grafikkern ist der unteren Mittelklasse zuzuordnen. Er unterstützt DirectX 12 und arbeitet mit Geschwindigkeiten von bis zu 980 MHz. Ihm stehen 2.048 MB DDR3-Grafikspeicher zur Seite. Der neue Grafikkern bietet deutlich mehr Rechenleistung als die GeForce GPU.
Dass das Latitude nicht zur Nutzung von Computerspielen geschaffen wurde, sollte klar sein. Nichtsdestotrotz ermöglicht die Hardwareausstattung des Rechners das Spielen. Dabei muss man sich aber mit geringen Auflösungen und niedrigen bis teilweise mittleren Qualitätseinstellungen zufrieden geben. Das gilt primär für Titel, die keine übermäßigen Anforderungen an die Hardware stellen. Für Spiele wie Mafia 3 und Deus Ex: Mankind Divided ist insbesondere der verbaute Grafikkern zu leistungsschwach.
Über den gesamten Lastbereich hinweg erzeugt das Latitude kaum Lärm. Im Leerlauf steht der Lüfter in der Regel still. Es herrscht dann Lautlosigkeit. Unter Last dreht der Lüfter nicht sonderlich stark auf. Während des Stresstests messen wir einen Schalldruckpegel von nur 32,8 dB. Einen solchen Wert erreichen viele andere Notebooks im Leerlauf.
Unseren Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) durchläuft das Latitude im Netz- und im Akkubetrieb auf leicht unterschiedliche Weisen. Der Prozessor arbeitet immer mit 2,7 bis 2,8 GHz. Der Grafikkern geht mit 400 MHz (Akkubetrieb) bzw. 925 bis 980 MHz (Netzbetrieb) zu Werke. Übermäßig stark erwärmt sich der Rechner nicht. Lediglich an einem Messpunkt wird die Fünfzig-Grad-Celsius-Marke überschritten. An allen anderen Messpunkten liegen die Temperaturen unterhalb von 40 Grad Celsius.
Im Leerlauf messen wir eine maximale Leistungsaufnahme von 21,4 Watt. Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei um einen sehr hohen Wert für ein ULV-Notebook. Es gilt allerdings zu bedenken, dass der Rechner ein extrem helles Full-HD-Display (1.067 cd/m²) an Bord hat. Während unseres Stresstests steigt der Energiebedarf auf lediglich 36 Watt. Dies stellt – gemessen an der Hardwareausstattung – einen ungewöhnlich niedrigen Wert dar. ‘Normale’ Notebooks, die über eine vergleichbare CPU-GPU-Ausstattung verfügen, benötigen gut 15 Watt mehr. Es liegt die Vermutung nahe, dass man es hier mit Throttling zu tun hat. Dies können wir nicht bestätigen. Die von uns genutzten Messprogramme zeigen hohe Arbeitsgeschwindigkeiten von CPU und GPU an.

Bezüglich der Energieaufnahme im Standby-Modus fällt das Latitude negativ auf. Satte 4,75 Watt genehmigt sich der Rechner. Da wäre der Akku nach knapp einem Tag leergesaugt. Wir vermuten hier ein softwareseitiges Problem, das eventuell durch ein BIOS-Update seitens Dell behoben werden kann.
Unser praxisnaher WLAN-Test simuliert die Auslastung beim Aufruf von Webseiten. Mittels eines Skripts werden Webseiten im 40-Sekunden-Rhythmus aufgerufen. Das Profil “Ausbalanciert” ist aktiv, die Displayhelligkeit beträgt etwa 150 cd/m², und die Energiesparfunktionen sind abgeschaltet. Das Latitude bringt es mit einer Akkuladung auf eine Laufzeit von 9:13 h. Hier macht sich der großkapazitive Akku (97 Wh) bemerkbar. Das Latitude ist auch mit einem Akku zu haben, der eine geringere Kapazität (67 Wh) besitzt.Akku HP Pavilion dv6500 .

Da das Latitude höchstwahrscheinlich selten mit derart stark reduzierter Displayhelligkeit genutzt werden wird, haben wir unseren WLAN-Test auch noch einmal bei maximaler Displayhelligkeit durchgeführt. In diesem Fall macht das Latitude nach 5:13 h schlapp.

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